Siam

Nachts endlich beruhigt schlafen und Kraft tanken

Kurz nach der Geburt hatte der kleine Siam etwas Mühe mit Atmen, es ging ihm aber bald besser, so dass seine Eltern ihn nach 12 Tagen nach Hause nehmen konnten. Da bei Siam jedoch immer wieder gesundheitliche Probleme auftraten, wurden diverse Abklärungen vorgenommen und auf Grund der Resultate die Diagnose einer schweren Stoffwechselstörung gestellt. Nach einem langen Spitalaufenthalt konnte Siam mit Unterstützung der kispex endlich nach Hause – die Familie war wieder zusammen.

Da die Stoffwechselkrankheit die Nieren von Siam schädigte, ist er auf eine Dialyse angewiesen. So wird sein Blut von schädlichen Substanzen gereinigt. Jede Nacht braucht Siam eine Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse). Zusätzlich muss er vier Mal in der Woche tagsüber für einige Stunden für die Hämodialyse ins Kinderspital Zürich.

Um die Eltern bei der sehr aufwendigen Pflege von Siam zu unterstützen macht die kispex täglich Einsätze, kontrolliert den Allgemeinzustand von Siam und übernimmt die notwendigen pflegerischen Tätigkeiten. Nebst dem Auf- resp. Abrüsten des Peritonealdialyse-Gerätes gehören auch die Verbandswechsel zu den pflegerischen Aufgaben der kispex. Der Tenckhoff-Katheter muss unter aseptischen Bedingungen neu verbunden werden. Da ist es besonders wichtig, sauber zu arbeiten und somit das Risiko einer Infektion so klein wie möglich zu halten. Zudem hat Siam eine PEG Sonde für die Ernährung. Wir unterstützen die Eltern in dem Zubereiten und Verabreichung der Sondenmahlzeit und führen ebenfalls den Verbandwechsel dieser Sonde durch. Auch sind die Eltern froh, dass sie mit den Mitarbeitenden der kispex auftretende Problem/ihre Sorgen in Bezug auf den Zustand von Siam besprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen können.

Die Eltern übernehmen ihrerseits viele pflegerische Aufgaben. Damit sie nachts wenigsten 3-4 Mal pro Woche schlafen, sich erholen und nicht jede Stunde aufstehen müssen, übernehmen Mitarbeitende der kispex diese Nachtwachen.

Siam entwickelt sich – trotz seiner schweren Krankheit – zu einem süssen kleinen Jungen, der mit seinem Charme, die Zuneigung und Empathie der Pflegenden im Sturm erobert.